15. Oktober: Internationaler Tag der Landfrauen

Drei Generationen Landfrauen: Katharina, Anna und Maria Riedl © Bauernhofmuseum Jexhof
Der 15. Oktober ist der Internationale Tag der Landfrauen. Nicht ohne Grund: Er steht in engem Zusammenhang mit dem Welternährungstag am 16. Oktober. Denn die Bäuerinnen, Feldarbeiterinnen und einfachen Landfrauen sorgen weltweit in großem Umfang für die Ernährung der Menschen.

Die Idee zum „Internationalen Tag der Frauen in ländlichen Gebieten“, wie er offiziell heißt, entstand auf der UNO-Frauen-Weltkonferenz 1995 in Peking. Ihr Motto lautete: „Handeln für Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden.“

Die Stärkung der Landfrauen durch eine UN-Resolution

Schließlich verabschiedete die UN-Generalversammlung im Dezember 2007 die Resolution 62/136. Nach ihr spielen Frauen bei der Bekämpfung ländlicher Armut, der Nahrungsversorgung der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Entwicklung ländlicher Gebiete eine wichtige Rolle. Zudem hat die Resolution die Gleichberechtigung der Geschlechter als Ziel und möchte regionale Wirtschaftsunternehmen stärken. Denn häufig sind es Frauen, die genossenschaftlich organisierte Betriebe auf dem Land gründen und organisieren.

Landfrauen bei der Feldarbeit. © Alan Meier (Helvetas)/Wikimedia Commons

Der UN-Welttag am 15. Oktober thematisiert die schwierige Situation von Landfrauen in vielen Regionen der Welt. Insbesondere in Entwicklungsländern arbeiten Frauen oft unter schwierigsten Bedingungen und müssen zugleich ihre Kinder aufziehen. Weltweit sind Frauen viel stärker als Männer von Armut bedroht, auch in den Industrieländern.

Landfrauen bei uns

Wir haben das Bewusstsein dafür, wie wichtig die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern für unsere Ernährung ist, in den letzten Jahrzehnten zunehmend verloren. Erst die Corona-Pandemie und mit ihr entstandene Lebensmittelengpässe haben uns wieder deutlich vor Augen geführt, wie sehr wir auf sie angewiesen sind.
Am Bauernhofmuseum Jexhof wollen wir mit unseren Führungen einen Eindruck vom bäuerlichen Leben um die Wende zum 20. Jahrhundert vermitteln. Die Aktionstage helfen, ein Gespür für die Bedeutung unserer Lebensmittel, aber auch Achtung vor der ländlichen Arbeitswelt zu bekommen.

Jexhofbäuerin Maria Riedl © Bauernhofmuseum Jexhof

Mein Respekt vor der Leistung der Landfrauen ist hoch. Deshalb stelle ich auf einem der Monatsblätter in meinem Kalender „Frauen im Landkreis Fürsenfeldbruck 2021“ Maria Riedl vor, die letzte Bäuerin am Jexhof. Von ihr und ihrer herzensguten Stiefmutter Katharina werde ich auch im 2. Teil meines Webinars über Frauen im Landkreis am 18. November erzählen. Ich hoffe, dass sich viele dafür interessieren.

Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck !Online! Brucker Forum, 18.11.2020, 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Erscheint demnächst: Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck 2021. Zwölf Porträts

 

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