Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck 2019

© Nicolai Des Coudres / Carina Rieder

Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck 2019 – mein Kalender für’s kommende Jahr ist erschienen! Weil mein Kalender im letzten Jahr gut angenommen wurde, habe ich mich mit dem größten Vergnügen daran gemacht, auch für 2019 wieder zwölf Frauen aus dem Landkreis zu porträtieren.

Das Titelblatt ziert diesmal Selma Des Coudres Selbstbildnis mit Brosche, das sie um 1910 gemalt hat. 1909 war sie mit einem Stipendium ihrer Heimatstadt Riga nach München gekommen. Ihre Liaison mit dem Emmeringer Landschaftsmaler Adolf Des Coudres führte sie nach Fürstenfeldbruck. Die zweite Malerin im neuen Kalender ist Maria Theresia Asam, deren Todestag sich 2019 zum 300. Mal jährt.  Sechs Jahre lang lebten die Asams im Fürstenfeldbruck, Maria Theresia arbeitete nicht nur an den Aufträgen ihres Mannes mit. Im künstlerischen Bereich war auch Renate Müller tätig, die während ihrer Kindheit mehrere Jahre in Emmering gelebt hatte. In den 1920er-Jahren war sie einer der großen UfA-Filmstars. Ihre Karriere endete jäh, als sie sich den Annäherungsversuchen Hitlers widersetzte. Die nur zwei Jahre jüngere Lyrikerin Else Marie Lüpke verbrachte viele Jahre ihres Lebens in Haspelmoor und Althegnenberg.

Gesellschaftspolitisches Engagement – ein wichtiges Thema für Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck

Das Kalenderjahr eröffnet Karin Marquardt, die für ihr Engagement im Arbeitskreis Mahnmal das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam. Während sie 1970/71 den Bundestagswahlkampf für die FDP organisierte, war die Gröbenzellerin Emilie Kaunzinger schon in der Weimarer Republik in der SPD engagiert. Dreißig Jahre lang saß die engagierte Christin Friedl Off für die CSU im Germeringer Gemeinde- bzw. Stadtrat und hat  mit ihren visionären Ideen das soziale Gesicht Germerings maßgeblich geprägt.
Gut 900 Jahre früher kümmerte sich Edigna von Puch um das Wohl der Menschen vor Ort. Margarete Bauer übernahm von ihren Eltern das antroposophisch geprägte Kinderheim in Neu-Esting. Nachdem sie den Zweiten Weltkrieg als Halbjüdin trotz Repressalien überstanden hatte, gründete sie die Volkshochschule im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Auch in anderen Bereichen taten sich Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck hervor

Die Psychotherapeutin Elisabeth Lukas – Univ.-Prof. h. c. Dr. phil. habil., so ihr voller Titel – gründete das bis heute hier angesiedelte Süddeutsche Institut für Logotherapie und Existenzanalyse in Fürstenfeldbruck. Therese Weiß, die Inhaberin der Brucker „Post“, kümmerte sich auch um die Archivierung der Familienunterlagen, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Doch noch viel weiter zurück reicht die Geschichte von „Gernlinde“: Sie hat vor fast 4.000 Jahren vermutlich als Priesterin in der Nähe des heutigen Gernlinden gelebt.

Auch heuer wieder findet sich auf jedem Kalenderblatt eine Abbildung der jeweiligen Frau und eine kurze Lebensbeschreibung. Ein kleines Bild, das den Bezug zum Ort herstellt, und ein charakterisierendes Zitat als Überschrift ergänzen die Seite.
Neben einem Deck- und Impressumsblatt besteht der Kalender aus zwölf farbigen Monatsblättern im DIN-A 4 Hochformat. Der Preis beträgt 14,95 EUR.
Wie im letzten Jahr ist mein Kalender wieder in den Buchhandlungen im Landkreis erhältlich sowie auf dem Jexhof, im Museum Fürstenfeldbruck, in der Furthmühle, in der Stadtbibliothek in der Aumühle, in der vhs Fürstenfeldbruck, im Klosterladen St. Ottilien, in der Bäckerei Graf in Moorenweis und in verschiedenen Schreibwarenläden. Man kann ihn aber auch (zuzüglich Versandkosten) direkt bei mir über das Kontaktformular meiner Homepage oder über meine E-Mail-Adresse textwerkstatt-ffb@gmx.de bestellen.

 

 

 

 

 

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