Kassenautomaten: der Tischlein-deck-dich-Effekt

© Elisabeth Lang

Neulich wollte ich mir was Gutes gönnen und in die Sauna gehen. Leider bin ich mit diesem Vorhaben am Kassenautomaten der Fürstenfeldbrucker Amperoase erst einmal gescheitert.

Vorausschauend denkend wollte ich nämlich gleich eine Zehnerkarte lösen. Den 50-Euroschein hat das Gerät auch gleich geschluckt, den 100-Euroschein für die noch ausstehende Summe aber wollte es partout nicht nehmen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gab ich resigniert auf. Mancher mag nun gestreng urteilen, dass ich mir ja denken hätte können, dass ein Kassenautomat keine so großen Scheine nimmt. Naja, schon wahr, hab ich aber nicht.
Also drückte ich die Abbruchtaste und ging selbstverständlich davon aus, dass mir der Automat meinen Fufziger von eben wieder ausspucken würde. Doch weit gefehlt: Stattdessen hallte es klack klack klack klack klack durch den Eingangsbereich der Amperoase. – Und ich bekam fünfundzwanzig Zwei-Euromünzen zurückgeklackert!

So in etwa hab ich mir immer den Münzsegen beim Goldesel im „Tischlein-deck-dich“ vorgestellt, nur halt mit Goldtalern. Oder das Geräusch, das ein Spielautomat macht, wenn man den Jackpot knackt.
Spontan leicht überfordert stand ich da, ungläubig auf meine beiden Hände voller Geld starrend. Ein hilfsbereiter Herr in der Kassenschlange hinter mir bot mir mitfühlend eine Plastiktüte an für diese unverhoffte Geldschwemme.

Kassenautomaten mögen’s klein

Nachdem ich den ersten Schreck überwunden hatte, hab ich per Hilfeknopf den Bademeister gerufen und ihm mein Problem geschildert. Der kam mit amüsiertem, wohlwissendem Grinsen und den nötigen kleinen Scheinen zum Wechseln für den Automaten. So kam ich doch noch in den Genuss der gewünschten Entspannung.

Ein paar Tage später musste ich nach München fahren. Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass der Fahrkartenautomat an der S-Bahn bei einem Tagesticket allerhöchstens 20-Euroscheine zu nehmen gewillt ist. Ich aber hatte inzwischen all die Zwei-Euromünzen aus der Amperoase ausgegeben und nur einen Fünfziger zu Hause. Auch das Entern der Spardosen meiner Kinder brachte nicht den gewünschten Erfolg.
Letztendlich war das dann aber kein Problem für mich. Denn mir kam der Kassenautomat der Sauna wieder in den Sinn: Mit seiner wunderbaren Geldwechsel-Funktion war er genau das, was ich jetzt brauchte! Und so bin ich eben über die Amperoase zur S-Bahn geradelt.

 

Trotz der Tücken des Kassenautomats gerne empfohlen: die Fürstenfeldbrucker Amperoase http://www.stadtwerke-ffb.de/de/Privatkunden/AmperOase/AmperOase.html

 

 

 

 

 

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