Circus St. Ottilien – ein Event der besonderen Art

 

© Moritz Lang

Endlich! Bald ist es wieder so weit und es heißt: Manege frei für den Circus St. Ottilien! Seit 1991 findet das inzwischen schon legendäre Festival alle drei Jahre statt.

Entstanden war der Circus St. Ottilien aus einer weinseligen Laune des damaligen Ottilianer Erzabtes Notker Wolf, seines Nachfolgers Jeremias Schröder, Bruder Josefs und des Religion- und Lateinlehrers Stefan Klotz heraus. – Letzterer fungiert seitdem als Zirkusdirektor, mittlerweile unterstützt von seinem Mathe- und Wirtschaftskollegen Martin Metz. Sie alle sind bekennende Zirkusfans und wünschten sich und ihren SchülerInnen durch einen Zirkus ein Erlebnis der besonderen Art. Eine solche Aktion bot sich als sinnvolle Überbrückung der Zeit zwischen Noten- und Schuljahresabschluss ja auch wirklich an. Und so kam es, dass diese promillelastige Idee innerhalb einer Woche in die Tat umgesetzt wurde.

Bruder Josef erinnert sich, dass anfangs nicht klar war, ob wohl 900 oder 1.000 Gäste in das gemietete Zelt kommen würden. Tatsächlich kamen 10.000!  Und das gab dann den Ausschlag, dieses Projekt fortzusetzen.
Mittlerweile hat sich der Circus St. Ottilien zu einem Festival samt Zirkusdorf mit mehr als 30 Buden vor  dem märchenhaft anmutenden Zirkuszelt  auf einer großen Wiese des Klosterdorfes St. Ottilien entwickelt. Hier können sich die Besucher vor oder nach der Aufführung mit vielfältigen kulinarischen Leckereien  stärken oder beispielsweise am Glücksrad bzw. einer Losbude ihr Glück versuchen. Jeder Zirkus bringt Neues und jedes Zirkusdorf wartet mit neuen Ideen auf. Denn schließlich sind es ja immer wieder neue Schülerjahrgänge, die sich engagiert und individuell in das Geschehen einbringen.

Beim Circus St. Ottilien deutschlandweit einzigrtig: das Zusammenspiel aus Schule und Kloster

Traditionsgemäß steuert auch jeder Abt eine Zirkusnummer bei. So wollte sich 2012 der damalige Erzabt Jeremias Schröder in neckischen Badeshorts in einer dubios anmutenden Aktion weit weg auf den Mond schießen lassen. Dem hingegen lieferte sein Nachfolger Wolfgang Öxler 2015 in seinem Habit einen sehr irdischen Zirkusrapp ab. ‑ Mal sehen, was er sich für dieses Jahr einfallen lässt! Denn eines ist klar: Beim Cirus St. Ottilien gibt es eine enge Verbindung zwischen der Schule und den Mönchen vor Ort. Das ist auch einer der Aspekte, die diesen Zirkus einzigartig in ganz Deutschland machen.

Freilich ließen sich auch noch so manche Anekdoten aus über 20 Jahren Zirkusgeschichte erzählen. Wie etwa die von dem Starkregen 2015, der die Wiese um das Zirkuszelt derart aufgeweicht hatte, dass ein Teil der Ränge einzustürzen drohte. ‑ Zum Glück fand sich rechtzeitig eine praktikable Abhilfe. Aber nette Geschichten sind das eine, doch können sie ein echtes Zirkuserlebnis nicht ersetzen. Und so heißt es schlussendlich doch: hingehen und selbst erleben!
Und wer das möchte, dem sei es empfohlen, zu reservieren. Denn mehrere Vorstellungen sind bereits ausgebucht und für manch andere herrscht bereits Ticketalarm.

Hexagon feiert sein zehnjähriges Bestehen im Zirkuszelt

Übrigens: Das Percussionensemble Hexagon feiert sein zehnjähriges Bestehen am Mittwoch, 18. Juli, um 20:00 Uhr im Zirkuszelt. Hatte es doch, bestehend aus mehreren ehemaligen Schülern des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien, hier seine Premiere! Auch hier sollte man mit der Kartenreservierung nicht mehr lange warten.

Ich freue mich schon sehr auf die Neuauflage des Circus St. Ottilien und bin gespannt darauf, was in diesem Jahr alles geboten wird. Abschließend bleibt es, den Schülerinnen und Schülern einen langen Atem zum Üben und gutes Gelingen für das diesjährige Zirkusevent zu wünschen!

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